22.03.2019 Schrecksekunde in der Bank

22.03.2019 Schrecksekunde in der Bank

Michi
Unglaublich, wie schnell die zwei Wochen Urlaub der Binnenuhus vergangen sind. Wir hatten eine sehr schöne Zeit mit  vielen tollen Erlebnissen. Am letzten Tag waren Agnes, Peter und ich in Georgetown in der einzigen Bank, da Agnes dort Geld wechseln musste. Es stand eine lange Schlange an den beiden besetzten Schaltern an, von denen einer durch eine länger dauernde Privatunterhaltung mit einem Kunden blockiert war. Es wurde getratscht, gelacht, und etwas auf dem Handy angesehen. Ohne Skrupel und nicht wirklich diskret ließ man den Rest der Kunden warten. Als wir endlich dran waren, und Agnes das gerade getauschte Geld nachzählen wollte, schaute sie sich nach einem geeigneten Platz hierfür in der Bank um. Direkt an der großen Fensterfront war ein Tisch mit Stühlen, aber da saß schon eine junge Frau. Also gingen wir an das Ende des Schalters und Agnes zählte nach. Ich schaute gerade aus dem Fenster, als plötzlich mit einem gewaltigen Knall ein Auto durch die Fensterfront fuhr, und dort hängen blieb. Dabei explodierte der Gasdruck-Dämpfer des Türöffners mit einem gewaltigen Knall und eine dreiteilige Zwischenwand aus Glas sprang in den Raum. Die junge Frau an dem Tisch sprang gottseidank rechtzeitig auf und konnte sich in Sicherheit bringen. Peter dachte wegen des Knalls sofort an einen Sprengstoff-Anschlag. Nachdem wir realisiert hatten, was eigentlich los ist, und wir uns von dem Schrecken einigermaßen erholt hatten, hatten wir alle drei weiche Knie. Es stellte sich heraus, dass der Fahrer eines vor der Bank geparkten Wagens das Brems- mit dem Gaspedal verwechselt hatte. Somit machte das Auto einen Satz nach vorne, wo eine kleine Beton-Begrenzung wie eine Rampe wirkte, und den Wagen in die Fensterfront springen ließ. Die beiden Insassen des Autos blieben einfach sitzen, und warteten auf den Abschleppwagen. Gottseidank wurde niemand verletzt.


Währenddessen wollte Franz unseren Computer abholen, den wir zwei Wochen vorher zur Reparatur abgegeben hatten. Von unterwegs aus versuchten wir einige Male zu erfahren, ob ein Fehler für das extrem langsame Agieren des PC`s gefunden wurde. Immer wieder versprach man uns einen Rückruf, der aber leider nie kam. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass mit der Fehlersuche noch gar nicht angefangen wurde, weil man ja „so viel Arbeit hat“. Franz machte deutlich, dass wir in einigen Tagen weiter müssen, und deswegen dringend Handlungsbedarf besteht. Man versprach wieder, sich noch am gleichen Abend darum zu kümmern, und siehe da, tatsächlich rufte uns der Techniker an, und wir konnten den PC am nächsten Tag wieder abholen. Geht doch.

Leider hatten wir mit dem einzigen Segelmacher in Georgetown kein Glück, da der gerade nicht da ist, und erst wieder in 1 – 2 Wochen kommt. Also müssen wir die Segel profisorisch so bearbeiten, dass nichts weiterreißen kann, und hoffen, dass es bis zu einer professionellen Reparatur hält. Wir füllten unsere frischen Lebensmittel auf, und staunten auch dieses Mal wieder über die gesalzenen Preise (eine kleine Dose Trockenmilch kostet z. B. $ 10,00). Jetzt müssen wir nur noch auf ein geeignetes Wetterfenster warten (das sich für Anfang nächster Woche andeutet), und werden dann die letzten Schläge in den Bahamas angreifen.


2 Replies to “22.03.2019 Schrecksekunde in der Bank”

  1. Hallo ihr zwei! Das sind ja tolle Fotos….da müsst ihr also erst an’s andere Ende der Welt reisen, um solche aufregende Zeiten zu erleben. Gut dass es “nur“ ein Unfall war! Ganz viele liebe Grüße Patricia PS: eigentlich wollten wir Marco ein paar “Notrationen“ mit geben, wenn er zu euch in den nächsten Wochen kommt, leider klappt es nicht da er ja über Kanada fliegt… nun das nächste mal bestimmt! Wir können euch doch nicht verhungern lassen und so ganz ohne italienische Schmankerl…?

    1. Hallo Trixi, verhungern tun wir nicht gerade, aber von italienischen Schmankerln träumen wir nur. Hier ist alles so teuer, dass ein bisschen Obst schon ganz was Besonderes ist. Aber alles kann man halt nicht haben. Wir danken Dir auf jeden Fall für den guten Willen; wir holen das alles im Sommer bei Euch nach! Liebe Grüße Michi

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