Martinique I

Martinique I

Michi

Wenn man von Süden her hier ankommt, steuert man direkt auf die riesige Bucht Le Marin zu. Hier ist der Name Programm, denn außer zwei riesigen Marinas gibt es alles, was das Segler-Herz begehrt. Hier bekommt man Ersatzteile, Handwerker, Infos – und alle Lebensmittel, die man sich denken kann. Wir sind nämlich quasi in Europa! Endlich mal wieder gutes Brot, Käse, Wein, Schokolade, Salat und alles, was wir schon soooo lange nicht mehr hatten. Und wir bezahlen mit Euro! Außerdem bekommen wir hier endlich den Vergaser für unseren Dinghi-Außenborder, der nicht mehr gescheit funktioniert hat, seitdem er in Guadeloupe kopfüber geschwommen ist (es fühlt sich an, als wenn das schon Jahre her wäre, es war letzten Mai).

Nach dem Einklarieren machen wir in St. Anne fest, wo es am Dinghi-Anleger ein hübsches Dorf gibt. Mit einem Mietauto fahren wir an der Ostküste entlang und besichtigen eine Rum-Destillerie. Rund um ein altes, wunderschönes Haus kann man sich die verschiedenen Stationen der Rum-Herstellung ansehen. Der  sympathische Inhaber selbst führt uns mit einer Gruppe Franzosen herum, und erklärt, wie der Weg vom Zuckerrohr bis zum fertigen Rum geht.

Auf dem Weg in die Hauptstadt, Fort de France, ankern wir noch in der für ihre Schildkröten bekannten Anse D`Arlet. Leider ist die Zeit auf ATON für unseren Besuch schon wieder vorbei, und wir setzen sie in Fort de France ab.

Die Hauptstadt besuchen wir per Fähre von der gegenüber liegenden Anse A L`Ane aus. Wir sind auf der Suche nach einigen Ersatzteilen und laufen einige Kilometer ab, bis wir fast alles gefunden haben.

Unsere Freunde, Werner und Tina liegen in der Marina in Fort de France. Wir unternehmen eine Wanderung und passieren eine Kirche, die Sacre Cour nachgebaut wurde.

Unsere Wanderung führt uns bergauf und bergab in einem wunderschönen Regenwald, der seinem Namen alle Ehre macht. Die Wege sind zwar gut angelegt, aber schlammig und rutschig. Wir entdecken, dass es auch hier Farnbäume gibt, wie wir sie aus Neuseeland kennen. Auf allen umgestürzten Baumstämmen wuchern Orchideen und andere exotische Pflanzen. Auf der Bergspitze werden wir mit einem Blick über die ganze südliche Insel belohnt.

Meistens am Wochenende holen die Einheimischen ihre markanten, traditionellen Segler hervor und liefern sich so manches Rennen. Sie haben eckige, bunte Segel und lehnen sich auf Holzstangen, die seitlich über die Bordkante geschoben werden, als Ballast hinaus.


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