Juni 2019 – Dezember 2019 Zeit für eine Auffrischung

Juni 2019 – Dezember 2019 Zeit für eine Auffrischung

Franz

Aton ist nun in einer Marina in Trinidad aus dem Wasser gehoben worden und steht auf Böcken zwischen einer ganzen Reihe von anderen Jachten. Hier werden nun für die nächsten Monate eine Vielzahl von Servicearbeiten, Instandsetzungsarbeiten, Umbauten, Neuinstallationen und notwendig gewordenen Lackarbeiten verrichtet. So sieht es hier aus:

Servicearbeiten: Hier müssen, ähnlich einem Auto, Systeme wie der Hauptantriebsmotor, der Generator, die Winschen, die Wasserfilter, diverse Pumpen, Rolleinrichtungen und viele, viele andere Dinge gewartet, sowie Verschleißteile ausgetauscht und bewegliche Teile gefettet und geprüft werden. Damit nichts vergessen werden kann, habe ich mir hierfür eine schiffseigene Serviceliste erstellt.

Instandsetzungsarbeiten: Nachdem unser Außenbordmotor im Meer baden gegangen war (wir berichteten), musste dieser wieder zum Leben erweckt werden (eine sehr heikle Angelegenheit). Nach einer Grundberührung in den BVI´s (wir berichteten), ging die Betätigung der hydraulischen Hubbetätigung unseres Kiels nur noch sehr schwer. Deswegen befürchte ich hier eine Deformation an der Kielaufhängung bzw. der Hydraulik. An der Rollreffanlage unseres Genuasegels hatten wir bereits in den Exumas ein schwergängiges Lager festgestellt. Dieses musste entweder ausgetauscht oder instandgesetzt werden.

Umbauarbeiten: Bereits beim Kauf unserer Aton sind mir die, teils sehr unfachmännisch ausgeführten, Elektroinstallationen aufgefallen, welche ich zu einem kleineren Teil bereits in Florida, vor unserem „in See stechen“ in meinem Sinne behoben habe. Nun ging es an den deutlich größeren Teil. Hierfür muss der Aktuator des Autopiloten von seinem derzeitigen Einbauort, dem Steuerbordlazarett (ein großer Stauraum unter der Steuerbordsitzbank im Cockpit), in einen ungenutzten Raum unterhalb der Steuersäule verlegt werden. Das Resultat wäre eine Verdoppelung des Stauraums im Lazarett. Außerdem muss die komplette Verkabelung zur Stromversorgung der Instrumente neu verlegt werden und die Verkabelung der Solarpanelen erneuert werden. Des Weiteren muss die Radarantenne auf den Mast verlegt werden, um am derzeitigen Montageort (dem Steuerbord-Aggregatemast) Platz für den geplanten, zweiten Windgenerator zu schaffen.

Neuinstallationen: Es muss der besagte Windgenerator installiert werden (dadurch erhoffe ich mir eine deutliche Verbesserung unserer Energiebilanz). Als zweite, große Neuinstallation wird der Watermaker eingebaut. Dadurch erhoffe ich mir, für die Zukunft autark bezüglich unseres Trinkwassers zu werden.

Lackarbeiten: Aton´s 30 Jahre sind nicht ganz spurlos an ihr vorüber gegangen. Der Klarlack der Außenhülle ist an vielen Stellen aufgerieben und hat den Untergrund grau werden lassen. Am Deck sind viele Stellen erkennbar, an denen Korrosion den Lack unterwandert hat. Am Holz der Innenausbauten sind an vielen Stellen „der Lack ab“ und „last but not least“, das Antifouling am Unterwasserschiff (ein Anstrich, der dazu dient, dass sich keine Muscheln am Rumpf ansetzen) muss neu gestrichen werden.

Wie Ihr seht, es ist eine Menge zu tun!

Hier seht ihr ATON vorher:

Und das ist das Ergebnis nachher:


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