25.-26.04.2019 Marco`s erste Tage auf ATON

25.-26.04.2019 Marco`s erste Tage auf ATON

Michi

Nachdem wir einen Tag in der South Side Marina verbracht, und den letzten Abend mit den Pis mit einem leckeren Abendessen im dortigen Restaurant ausklingen lassen haben, stehen die Fahnen nun wieder auf Abschied nehmen. Noch ein letztes Foto am Steg, und wir warten auf das bestellte Taxi. Da dieses leider nicht kommt, fragt Franz Julian, den Marinero, ob er bereit wäre, zum Flughafen zu fahren. Er sagt ja, und gerade, als alle sich in Richtung Parkplatz in Bewegung setzen, hält ein Auto an, um Hilfe anzubieten. Es handelt sich um einen älteren Mann, der in der Marina irgendetwas erledigt hatte, und nun ohnehin Richtung Flughafen in die Stadt fährt. Sehr nett. Pi und Christine steigen ein, und treten ihre Heimreise an.

Bereits am nächsten Tag soll Marco ankommen. Bei einem unserer Telefonate machten wir aus, dass er am Flughafen warten soll, bis ich ihn abholen komme. Da es aber ein Missverständnis mit unserem Taxi gibt (er hatte uns am ersten Tag in Provo zu unserer damaligen Ankerbucht gefahren, und deswegen dachte er, er müsse uns dort abholen), dauert es, bis er in der Marina eintrifft. Wir fahren zum Flughafen, und sind mit einer guten halben Stunde Verspätung da, aber ich kann Marco nicht entdecken. Gerade als ich mich durchfrage, ob der Flug aus Kanada pünktlich angekommen ist, winkt mein Taxifahrer mit seinem Handy. Franz ist dran, und gibt Bescheid, dass Marco mittlerweile in der Marina ist. Sein Flug war früher da, als geplant, und er hat nach einer dreiviertel Stunde des Wartens gedacht, wir hätten ihn vielleicht vergessen (Als ob wir unser Kind vergessen würden! Das ist mir bisher nur einmal passiert, als ich mit Marco in ein Geschäft gegangen bin, und Daniel auf dem Rücksitz vergessen habe). So hat er kurzerhand ein Flughafen-Taxi genommen, und ist zur Marina gefahren, während ich von der Marina zum Flughafen gefahren bin.

Als ich wieder zurück war, wurde erstmal Wiedersehen gefeiert, und alle Neuigkeiten von zuhause ausgetauscht. „Glaubst Du, wir können heute noch zum Schwimmen gehen?“, fragte mich Marco. „Wenn Du willst, können wir in den Pool gehen.“, antwortete ich, aber er entgegnete: „Eigentlich wollte ich schon lieber ins Meer.“. Leider gibt es in der Marina aber keine Möglichkeit hierzu, und wir beschlossen, später halt doch in den Pool zu hüpfen. Als Ernesto, unser Nachbar in der Marina, sein Boot putzte (er wohnt seit einem Jahr hier, und veranstaltet Ausflüge mit seinem Motorboot), stellte ich ihm Marco vor. Wie es der Zufall will, fragte er uns: „Wenn ihr nichts Besonderes vorhabt, können wir mit dem Boot zur nächsten Insel rausfahren, und dort ein bisschen schnorcheln.“. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen, schnappten unsere Badesachen, und stiegen ein. Ernesto hat ein schnittiges, edles und seeeehr gepflegtes (eigentlich unglaublich, dass er Single ist, so gut wie dieser Mann putzen kann!) Motorboot, und wir genossen die Fahrt mit 30 Knoten.

Das war halt schon mal was anderes, wie unsere Aton mit ihren maximal 5-6 Knoten Motorfahrt. Aber außer für so einen kurzen Ausflug würden wir das auch gar nicht wollen. In nullkommanix waren wir bei der Insel, warfen den Anker ins hüfthohe, türkisfarbene Wasser, und waren auch schon drin. Mangels Korallen und Steinen (hier gab es nur Sand, und ein bisschen Seegras) sahen wir leider nur wenige Fische. Aber dafür gab es auf der Insel, die wir danach erforschten, Iguanas (Exen, die ca. 75 cm lang werden). Sie waren ganz zutraulich, und ließen sich gerne anschauen und fotografieren. Als Dankeschön für diesen schönen Ausflug luden wir Ernesto abends noch zum Essen auf ATON ein. Bei interessanten Gesprächen (Ernesto hat eine deutsche Familie, ist in Venezuela geboren und aufgewachsen, und hat schon einige spannende Stationen auf der Welt hinter sich) wurde es immer später, und wir immer müder. Marco gab schon bald auf, er war ja schließlich seit fast 40 Stunden auf den Beinen, ohne viel geschlafen zu haben). Schön, dass er endlich da ist!

Am Freitag wollten wir noch die Turk`s Head – Brauerei besichtigen, und fuhren dorthin. Insgesamt waren 6 Personen bei der Führung dabei, die von einer hübschen, jungen Frau durchgeführt wurde. Sie erzählte uns viel Interessantes über den Werdegang der Brauerei, und die Herstellung der verschiedenen Biersorten. Neben den Klassikern, die wir alle bereits kannten (Pi hat ja bereits über die außergewöhnlichen Namen und die aufgedruckten Stories berichtet, die man auf den Etiketten lesen kann), gab es noch diverse Draft-Biere.


Nach der Führung wurden alle Sorten noch verkostet, was bei mir bereits Mittags einen „Surrie“ verursachte. Als ich wieder einigermaßen klar im Kopf war, tankten wir noch einmal Wasser in der Marina, und verholten uns nach nebenan, in die Geister-marina (da sind wir inzwischen sowas wie Stammgäste). Unsere dort verlorene Pfanne haben wir zwar immer noch nicht wiedergefunden, aber wir hatten noch einen sehr schönen Abend mit guten Gesprächen mit Marco. Schön, dass er da ist (ich glaube, das hab ich schon gesagt).


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